Aktuelles

27. April 2016 - Stadtratsbeschluss

Nachdem die Konzeption am 14.04.2016 durch den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Jena  als kommunale Leitlinie und Handlungsgrundlage für Fachplanungen bestätigt wurde, hat auch der Jenaer Stadtrat in seiner Sitzung am 27.04.2016 das Stadt- und Straßenbaumkonzept beschlossen.

 

 

Beschlusspunkte :

001

Die Konzeption „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“ wird als kommunale Leitlinie und Handlungsgrundlage für Fachplanungen bestätigt. Investive Einzelmaßnahmen sind jeweils separat im Haushalt in Verantwortlichkeit der jeweiligen Ressorts zu verankern.

002

Bei geplanten Pflanzungen von Bäumen mit einem möglichen invasiven Potential (in Baumartenliste gekennzeichnet) ist die Artenauswahl mit dem Fachdienst Umweltschutz, der Baumschutzkommission und dem Naturschutzbeirat abzustimmen.

März 2016 - Projekt "Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel" - Abgestimmter Projektbericht liegt vor

Der Projektbericht (Stand: Februar 2016) des Projektes "Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel" liegt vor. Im Rahmen der Konzepterstellung wurde eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe initiiert. Dieser gehörten neben den Fachleuten der Klima- und Naturwissenschaften (Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) und Prof. Dr. Andreas Roloff, Leiter der Professur für Forstbotanik an der TU Dresden) sowie Landschaftsarchitekten (Garten- und Landschaftsarchitekturbüro Boock aus Jena) Verteter aller relevanten Bereiche der Stadtverwaltung (Fachdienst Stadtentwicklung inkl. Denkmalpflege, Fachdienst Stadtplanung, Fachdienst Umweltschutz), des Bereiches Grünanlagenpflege/Baumpflege (Kommunalservice Jena) sowie weitere Sachverständige (Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, Umweltforschungszentrum Leipzig) an.

Im Rahmen eines mehrstufigen Arbeitsprozesses wurde in insgesamt fünf Arbeitsgruppensitzungen zwischen Oktober 2014 und Juni 2015 der jeweilige Arbeitsstand vorgestellt und das weitere Vorgehen mit allen Vertretern der Arbeitsgruppe abgestimmt. Über den Stand der Bearbeitung des Konzeptes wurde darüber hinaus im Naturschutzbeirat, im Werkausschuss des städtischen Eigenbetriebes Kommunalservice Jena, im Stadtentwicklungsausschuss und öffentlich (z. B. anlässlich des „Tag des Baumes“ im Jenaer Rathaus) berichtet.

Die Konzeption soll voraussichtlich am 14.04.2016 durch den Stadtentwicklungsausschuss des Jenaer Stadtrates als kommunale Leitlinie und Handlungsgrundlage für Fachplanungen beschlossen werden.

April 2015 – Tag des Baumes

im Bild schützende Hände um einem Baumsetzling

Die Vorstellung des Projektzwischenstandes "Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel" erfolgte am 27.04.2015 während der öffentlichen Vortrags-Veranstaltungsreihe zum "Tag des Baumes" 2015 im Jenaer Rathaus.

Oktober 2014 – Auftaktgespräch Projekt „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“

Im Bild ein Eisenholzbaum mit rötlichen Blättern, © Prof. Roloff, TU Dresden

Der durch den Menschen angetriebene Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten zu einer Veränderung der Standortbedingungen für die Vegetation führen, was sich vor allem durch Trocken- und Hitzestress äußern wird. Aufgrund der Lebensdauer von Bäumen muss bereits heute Vorsorge getragen werden, damit diese auch in Zukunft ihre vielfältigen Funktionen (Klimakomfort, Lufthygiene, Ästhetik) erfüllen können.

Das im Rahmen des JenKAS-Verstetigungsprozesses geführte Projekt „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“ sollen die künftigen Lebensbedingungen der Jenaer Stadt- und Straßenbäume herausgearbeitet werden und betroffene Exemplare identifiziert werden. Gleichzeitig sollen in Zusammenarbeit mit dem Garten- und Landschaftsarchitekten Ulrich Boock sowie Prof. Dr. Andreas Roloff vom Institut für Forstbotanik der TU Dresden Baumartenempfehlungen für Stadt- und Straßenbäume erarbeitet werden, die in der Lage sind, den künftigen klimatischen, bio- und stadtklimatischen sowie ästhetischen Bedingungen und Ansprüchen in Jena Rechnung zu tragen.

Am 1. Oktober 2014 fand hierfür das Auftaktgespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung, der lokalen Forschungsassistenz ThINK sowie dem externen Berater Prof. Dr. Andreas Roloff, Leiter der Professur für Forstbotanik an der TU Dresden, statt.

August 2014 – Veröffentlichung DWD-Ergebnisbericht: Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) initiierten Forschungsprogrammes „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) mit dem Schwerpunkt „Kommunale Strategien und Potenziale zum Klimawandel“ führte der Deutsche Wetterdienst (DWD) umfangreiche stadtklimatologische Untersuchungen für die Stadt Jena mit ihrem Modellvorhaben „Jenaer Klima-Anpassungs-Strategie“ (JenKAS) durch.

Die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen liegen nun als Ergebnisbericht „Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen“ vor. Dieser kann hier eingesehen werden: http://www.dwd.de/bvbw/generator/DWDWWW/Content/Oeffentlichkeit/PB/PBFB/Periodika/Berichte/Inhaltsverzeichnisse/243__gesamt,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/243_gesamt.pdf

Juli 2014 – Projekt „Analyse von hitzebelasteten Bereichen in Jena“

Die zunehmenden Temperaturen im Sommer und die damit verbundenen bioklimatischen Belastungen für die Bevölkerung und insbesondere sensible Bevölkerungsgruppen (u.a. Kinder, Kranke, Senioren) veranlassen die Stadt Jena im Rahmen des JenKAS-Verstetigungsprozesses, weitere planerische Grundlagen zu schaffen.

In dem Projekt „Analyse von hitzebelasteten Bereichen in Jena" sollen deshalb punktuell erhobene Temperaturmessdaten der Gebäudetechnik-Sensoren an den Gebäuden des städtischen Eigenbetriebes Kommunale Immobilien Jena (KIJ) zu flächenhaften Informationen aufbereitet, Bereiche mit potenziell hoher Hitzebelastung aufgezeigt und Handlungsempfehlungen zur Reduktion der Hitzebelastung abgeleitet werden. Erste Ergebnisse werden im Oktober vorliegen. Das Projekt wird im Jahr 2014 abgeschlossen.

Juli 2014 – KommAKlima-Thesenpapier veröffentlicht: „Ist Klimaanpassung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kommunaler Praxis angekommen?“

Unter dem Titel "Ist Klimaanpassung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kommunaler Praxis angekommen?-- Ein Thesenpapier" wird anhand von vier Thesen das Themenfeld der gesundheitsgerechten Klimaanpassung umrissen und potenzielle Handlungsbedarfe aufgezeigt.

Das Thesenpapier wurde aus den bisherigen Projektergebnissen abgeleitet, an denen sich auch die Stadt Jena im Rahmen des Workshops „Gesundheitsförderliche Klimaanpassung in Jena" beteiligt hat. Die Thesen erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und allgemeine Gültigkeit. Vielmehr sollen die Thesen eine breite Diskussion zum Thema Klimawandel und Gesundheit anregen.

KommAKlima ist ein Projekt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit einer Laufzeit 2012 bis 2014 zur Analyse gesundheitsförderlicher kommunaler Strukturen, Prozesse und Instrumente zur Anpassung an den Klimawandel. Jena wurde neben Hamburg, Dortmund oder Bonn als eine von 15 Modellkommunen ausgewählt. Im Rahmen des KommAKlima-Projektes werden auf Grundlage aktueller Ergebnisse Handreichungen für die kommunale Praxis erarbeitet und unter dem Titel "Hinweise für Kommunen" herausgegeben.

Weitere Informationen unter: http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag7/projekt/kommaklima.html

   

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